Segelflug
Beginn der Schulung, Voraussetzungen:
- Schulungsbeginn ab 14 Jahre
- Erwerb der Lizenz ab 16 Jahre
Umfang der Ausbildung:
- mindestens 25 Flugstunden (davon 15 Stunden Alleinflug)
- verkürzte Ausbildung innerhalb von 18 Monaten:
20 Flugstunden (davon 10 Stunden Alleinflug)
- theoretische Ausbildung
- Prüfung (Theorie/Praxis) durch das Regierungspräsidium Karlsruhe
Die praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung zum PPL-C (Privatpilotenlizenz für Segelflugzeuge) gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte:
1. Ausbildungsabschnitt:
Handhabung des Flugzeugs am Boden, Steuerung des Flugzeugs, Verhalten in besonderen Fällen, Einteilung des Fluges und der Landung.
Außerdem werden sogenannte Grenzflugzustände (z.B. Strömungsabriß, Landungen aus ungewohnter Position) zusammen mit dem Fluglehrer erflogen, das dienst der Sicherheit. Am Ende des ersten Ausbildungsabschnitts, den die meisten Flugschüler nach etwa 60-80 Windenstarts abgeschlossen haben, haben Sie alle Fähigkeiten, das Flugzeug sicher in die Luft und wieder auf den Boden zu bringen - und zwar allein , ohne Fluglehrer. Krönendes Finale dieses ersten Abschnitts ist ihr erster Alleinflug.

2. Ausbildungsabschnitt:
Hier geht es hier um die Vorbereitungen zum Thermikflug, sauberer Kurvenflug mit wechselnden Querlagen, Schnellflug und Kurvenwechsel. Diesen Übungen wird allein ein ganzer Abschnitt gewidmet, da jede unsaubere Fluglage wertvolle Energie kostet, und das will man als Segelflieger möglichst vermeiden, schließlich kann man nicht einfach "gasgeben", sondern muß sich des natürlichen Motors, der Sonne, bedienen. Natürlich fliegt man nicht nur alleine, sondern lässt sich immer wieder vom Fluglehrer ein paar praktische Tips im Doppelsitzer geben, um die dann bei den Alleinflügen wieder umzusetzen. Danach geht es daran, die begehrte Thermik zu erforschen. Thermik sieht man nicht, und das macht das Auffinden schwer. Aber es gibt Anzeichen für Thermik, z.B. Wolken. Aber nicht jede Wolke "zieht", das Geheimnis zu lösen heißt also, viel zu fliegen. Weiter geht es mit dem Fliegen nach dem Kompass, auch das will geübt sein, außerdem wird auf andere Segelflugzeuge z.B. Twin oder ASW-15b umgeschult.
3. Ausbildungsabschnitt
Dieser Abschnitt gibt dem Flugschüler sozusagen den letzten "Feinschliff", bevor es zur Prüfung geht. Navigationseinweisung, Starts und Landungen auf fremden Flugplätzen und ein selbständig durchgeführter Streckenflug über 50km (oder 100km mit Fluglehrer) stehen hier auf dem Programm.Die theoretische Ausbildung:
Die theoretische Ausbildung umfasst 8 Fächer: Luftfahrzeugtechnik, Aerodynamik, Meteorologie, Verhalten in besonderen Fällen, Menschliches Leistungsvermögen, Luftrecht und Navigation.Das hört sich nach viel Büffelei an. Aber: Die Prüfung erfolgt im Multiple-Choice-Verfahren, zu dem es einen Fragenkatalog gibt. In dem sind alle Fragen, die in der Prüfung gestellt werden könnten, abgedruckt, d.h, viele der Fragen lassen sich mit gesundem Menschenverstand beantworten, ein weiterer Teil lässt sich mit den Erfahrungen aus dem Flugbetrieb beantworten und der Rest, ja der erfordert etwas Auseinandersetzung mit der Materie. Hilfe kommt da natürlich aus dem Verein. Über den Winter wird zusammen mit anderen Vereinen ein Unterricht angeboten, außerdem gibt es ein reichhaltiges Angebot an guten Lehrbüchern von erfahrenen Profis. Und schließlich hat man während der ganzen Ausbildung Zeit sich mit der Theorie zu befassen.
Die Prüfung:
Die theoretische Prüfung nimmt das Regierungspräsidium Karlsruhe ab. Die praktische Prüfung findet auf dem heimischen Flugplatz statt. Dazu erscheint ein Prüfer, der sich für drei Starts auf den hinteren Sitz setzt und das Können beurteilt. Keine Sorgen - es wird nichts verlangt, was man nicht vorher geübt hätte.


